
„Professor! Versuchen sie sich nicht zu bewegen! Ich gehe schnell ein Seil holen, um sie und die anderen nach und nach dort rauszuziehen!“
„Beeil dich mein Junge!“ ruft der Professor Robert noch hinterher, der schon längst wieder losrannte um ein Seil zu besorgen.
Während er so in Richtung Lager rennt, blickt er abermals zum Himmel.
Das Gewitter ist nun schon fast da.
In der Ferne konnte er erkennen, dass es dort sehr stürmisch war.
Es wird also zudem ein Sandsturm, wird Robert klar.
Als er an dem Zelt für Archäologie-Utensilien war, fand er Pinsel und Hämmerchen – aber kein Seil.
Er überlegt, wo er ein Seil finden könnte.
Aber dann entdeckt er doch eins, was versteckt hinter einer Kiste lag.
Er nimmt das Seil, seinen Rucksack und läuft mit schnellen Schritten wieder zurück zur der Stelle wo der Professor ist.
Dann bleibt er aber kurz stehen um Luft zu holen.
Er schaut wieder zum Gewitter.
Im selben Augenblick schlägt ein Blitz, weit entfernt von Robert, in Bodennähe ein.
Dieser leuchtet sehr lange – fast fünf Sekunden lag war der Blitz zu sehen, hat Robert im Sekundentakt mitgezählt.
Der Anschließende Donner war unglaublich laut und lang.
Selbst die Erde bebte.
Der Donner war selbst noch zu hören, als Robert weiter zur Unglücksstelle rannte.
An der Stelle angekommen, sieht Robert den Professor etwas tiefer im Sand stecken.
Die Schultern sind nicht mehr zu sehen.
Nur der Kopf und die Arme ragten noch aus dem Sand.
„Professor hier! Versuchen sie das Seilende zu fangen!“
Robert wirft dem Professor das Seilende zu.
Doch dieser erste Versuch ging daneben!
Robert versucht es gleich nochmal, aber der Versuch geht ebenfalls schief.
Plötzlich ist ein Beben der Erde zu spüren.
„Oh mein Gott! Was ist das!“ kommt es Robert aus seinem Mund geschossen.
Das Beben wird immer stärker.
Selbst die Sanddünen werden durch die Eruptionen dem Erdboden gleich gemacht.
Die Erde bebt so stark, dass selbst Robert sich nicht mehr auf den Beinen halten kann.
Der Professor und die anderen fangen an zu schreien, denn der Sand scheint plötzlich nach unten zu fließen.
„Robert helf un…“ ist nur noch vom Professor zu hören.
Die Erde bebt immer noch, aber dennoch schafft es Robert sich wieder aufzurichten.
Er ruft: „Proooofessooooor“
Doch es ist zu spät.
Er sieht nur noch wie die Hände vom Professor versuchen irgendetwas zu greifen.
Und dann verschwinden auch diese im Sand.
Robert fällt auf die Knie und schreit.
Das Beben des Wüstenbodens hört plötzlich auf.
Nur das Gewitter ist noch zu hören.
Der Himmel leuchtet hell durch die Blitze.
Nun war Robert ganz allein – er hat seine Gefährten durch den heimtückischen Treibsand verloren.
Der Sturm lässt den feinen Sand über dem Wüstenboden tanzen.
Elegant und schön –dennoch zieht gefährlich der Sandsturm über die Wüste.
Alle Spuren werden danach verschwunden sein – vergleichbar mit einem Schneesturm wo nach kürzester Zeit Fußspuren durch eine neue Schicht bedeckt und somit nicht mehr zu erkennen sein werden.
Doch plötzlich merkt Robert wie der Boden unter seinen Knien anfing sich zu bewegen.
Mit einem Mal gab es ein lautes Krachen.
Der Sand verschwand plötzlich zwischen Spalten – zwischen Sandsteinspalten wie es aussieht.
Es scheint die Decke der Grabkammer zu sein oder eines anderen dort befindlichen Raumes.
Dann kracht es wieder und Robert versucht sich irgendwo festzuhalten. Doch es gelingt ihm nicht. Mit einem Mal gibt der Boden komplett nach und Robert rauscht mit all dem Sand in die Tiefe – er schreit!
Er sieht das Leben vor seinen Augen vorbei ziehen. Er erinnert sich an alles was er so erlebt hat und wie schön es doch war.
Er sieht nach oben – es sieht fantastisch aus, muss er feststellen.
Eine Schlucht mitten in der Wüste. Der Sand fällt an den Schluchtenkanten runter wie mehrere Wasserfälle. Plötzlich hört er unter sich wie die ersten Steinbrocken anscheinend auf einem Boden aufschlagen.
Er versucht während seines Falls sich umzudrehen.
Als er nun etwas sehen konnte war es schon zu spät.
Vor seinen Augen tauchte plötzlich der Boden auf.
Ein lauter Schrei und das Aufschlagen auf dem Boden sind zu hören.
» Kapitel 5 beginnt demnächst





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